Geld verdienen mit Bergfürst- ein Paradoxon?!

TEIL 1

wie aus 2.500 Euro 69,60 Euro werden

TEIL 2

Wissen mit wem man Geschäfte macht

TEIL 3

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TEIL 1
wie aus 2.500 Euro 69,60 Euro werden

Was ist eigentlich ein Bergfürst? Ich habe mal Google KI gefragt:

 

Was ist ein Bergfürst?

Im heutigen Sprachgebrauch bezieht sich "Bergfürst" auf ein Finanzdienstleistungsunternehmen [Firma für Geldanlage]. Es handelt sich um eine Crowdinvesting-Plattform namens Bergfürst [Firma für Immobilien Crowdinvesting].

Crowdinvesting ist eine Anlageform, bei der viele Anleger gemeinsam in Immobilienprojekte investieren. Anders gesagt, bündeln sie ihr Geld, um gemeinsam als großer Investor auftreten zu können. So kann auch mit kleineren Beträgen in Immobilien investiert werden. [Was ist Crowdinvesting]

Die Plattform Bergfürst ermöglicht es also, in Immobilien zu investieren, und zwar schon ab zehn Euro.

 

Bergfürst wirbt damit, dass man als Kleinanleger, bereits mit minimalen Beträgen, in Immobilienprojekte investieren kann. Dies wäre bisher immer nur Banken und Großinvestoren vorbehalten gewesen. 

Nun ist es also mit Hilfe von Bergfürst möglich, selbst Anteile an einem Bauprojekt zu erwerben, ohne gleich das ganze Haus zu kaufen. 

Soweit so gut. Also dachte ich, ich investiere und habe so einen Anteil an einer Immobilie. Je nach Höhe des Investments also, besitze ich eine Türklinke, eine ganze Haustür, oder womöglich das ganze Dach.

Weit gefehlt! Ich habe mich mit Mezzanine-Kapital beteiligt. Ich habe von der Bergfürst Service GmbH ein Teil- Darlehen gekauft. Die Bank hat das Darlehen zuvor an Bergfürst verkauft. Somit stärken ich und Bergfürst die Eigenkapitalquote des Emittenten.

Ok, etwas kompliziert, aber dank Bergfürst folgt die Erklärung:

„Auf der Plattform für digitale Immobilien-Investments BERGFÜRST können Sie in Teilbeträge aus der Forderung eines besicherten Bankdarlehens investieren, mit dem Immobilienentwickler neue Projekte finanzieren. Im Gegensatz zu einem qualifiziert nachrangigen Darlehen werden Ihre Forderungen nicht nachrangig nach allen anderen Verbindlichkeiten bedient, sondern stehen in der Regel im zweiten Rang nach der erstfinanzierenden Bank – bisweilen sogar im ersten Rang. „

„Es gibt folglich verwertbare Sicherheiten für den Insolvenzfall einer Projektgesellschaft. Daher handelt es sich auch nicht um „echtes“ Mezzanine-Kapital im herkömmlichen Sinne, weil der starke Eigenkapitalcharakter fehlt. Allerdings besteht auch hier das potenzielle Risiko eines Totalverlustes, das Sie bedenken sollten. Sie sollten also Ihr Portfolio stets breit aufstellen.“

Quelle: https://de.bergfuerst.com/ratgeber/mezzanine-kapital abgerufen 29.04.2024

Es ist zwar kein echtes Mezzanine-Kapital, aber es ist ein besichertes Bankdarlehen und es gibt verwertbare Sicherheiten!

Prima. Was solche Sicherheiten wert sind, und warum ein besichertes Bankdarlehen auch nichts wert ist, erfahren wir später.

Im Jahre 2019 kam es zu ersten Merkwürdigkeiten. Da kam bei mir eine 0,01 Euro Überweisung auf dem Girokonto von einer Firma namens Bonafide an. Interessant war der Text im Verwendungszweck. Man möge doch direkt mit dem Emittenten aufnehmen, um sich zwecks Rückzahlung abzustimmen. Daraufhin folgte direkt eine Mitteilung seitens Bergfürst, dass einzig und allein der gemeinsame Treuhänder, die Bergfürst Service GmbH, für die Kommunikation zwischen Anlegern und Emittenten zuständig sei. 

 

Das war der erste Hinweis darauf, dass da wohl zwischen Bonafide (dem Emittenten) und Bergfürst wohl etwas nicht stimmt. Ich will jetzt nicht weiter darauf eingehen, nur soweit das es später dann zu einem eigenen Wirtschaftskrimi um Bonafide gereicht hat, inklusive Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft, verschobenen Millionen nach Lichtenstein usw. Betroffene Bergfürst Anleger des Projekts „Essen am Buschgarten“ sammeln sich mittlerweile in der Interessengemeinschaft der Bergfürst Anleger. 

Skurriler Zoff in der Crowdinvesting-Szene: Bergfürst und Bonafide im Zwist- Crowdinvesting: Streit um Rückzahlung

Quelle: https://t3n.de/news/skurriler-zoff-bergfuerst-zwist-1277433/

 

Im Zuge der Corona-Krise, des Ukraine-Kriegs und der Zinserhöhungen kam es in den letzten Jahren dann zu vermehrten Projektstörungen bei Bergfürst. Zinsen wurden nicht mehr ausgezahlt, Investitionen flossen nicht mehr an die Anleger zurück. 

Es kam vermehrt zu Zahlungsausfällen. Nun gut, dachte ich mir, es sind ja besicherte Bankdarlehen und verwertbare Sicherheiten vorhanden.

Das Ende vom Lied:

Beispiel Bergfürst Projekt Bellavista 71
Angepriesen als Perle im Mittelmeer und mit einem Projektentwickler, der bereits 6 Projekte erfolgreich auf Bergfürst abgewickelt hat, kann ja eigentlich nicht viel schiefgehen.

„Diese Vermögensanlage wird von der Dreams Belle Vue slu angeboten, einer Objektgesellschaft von

Herrn Dr. Peter Dreher. Herr Dr. Dreher hat bislang sechs Immobilien-Angebote auf Bergfürst platziert

und die Projekte „Santa Ponsa“ und „Soleada 35” fristgerecht sowie „Stuttgart Neckarstraße“ vier Monate vor Laufzeitende zurückgezahlt.“

Quelle: EXPOSÉ Stand April 2019 Bellavista 71Mallorca

Wie kann es jedoch angehen, dass Dr. Peter Dreher gleich für verschiedene, teilweise parallele Projekte mit ähnlichen Laufzeiten Bürgschaften abgegeben hat? Wer hat die Sicherheiten denn alle überprüft? 

Warum wurde das Projekt Neckarstrasse Stuttgart früher zurückgezahlt? Es wurde veräußert? An wen denn? Hatte Bergfürst etwas mit der Veräußerung zu tun? 

 

Aus 2.500 Euro Investition im Jahre 2019 wurden 69,60 Euro Rückzahlung in 2024. Die Novo Banca Portugal, als finanzierendes Institut, gab das Grundstück in die Zwangsversteigerung. Warum vorher die MHB Bank im Expose stand, erschließt sich mir auch nicht ganz. Verkauft wurde das Grundstück zu einem Bruchteil des eigentlichen Wertes. Somit reichten die Erlöse aus der Zwangsversteigerung nicht, um die Bergfürst- Anleger zu befriedigen. 

Die Bürgschaften von Dr. Peter Dreher, dem Projektentwickler, waren nichts wert. Er besaß und besitzt kein verwertbares Vermögen. 

Nein, wie auch, wenn alle Gelder für einen aufwendigen Lebensstiel draufgegangen sind und die Reste bei seiner kolumbianischen Ehefrau gelandet sind. Fakt ist, es wurde nie auf dem Grundstück gebaut. Vielmehr sieht es so aus, als ob der Emittent die Gelder veruntreut hat. 

Die Bürgschaft über 2 Mio. Euro wurde seinerzeit überhaupt nicht von Bergfürst geprüft. Zumindest ist nicht ein einziger Vermögenswert als Sicherheit angegeben. 

Und so kam es, dass sich 2 Millionen Euro Anlegergelder einfach in Luft auslösten, was dann auch unter anderem dazu führte, dass ich die Interessengemeinschaft der Bergfürst Anleger ins Leben gerufen habe.

 

Mehr dazu in Teil 2 des Bergfürst Paradoxons- Wissen mit wem man Geschäfte macht. 

 

TEIL 2
Wissen mit wem man Geschäfte macht

 

Wie schon in Teil 1 beschrieben, führten die ausbleibenden Rückzahlungen zu erheblichem Frust. 

Wie kann es sein, dass Bergfürst so schlampig arbeitet und vor allem Bergfürst Service als Treuhänder komplett versagt? Nach dem Desaster mit Bellavista 71 war mir klar, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelte. 

Die Projekte, die Personen, die ganze Struktur. Das alles sollte einmal beleuchtet werden. 

 

Wer ist Bergfürst?

2011 als ecrowd Finance AG gegründet, später dann in die Bergfürst AG umgewandelt, startete man zunächst als Crowdfunding Plattform.
Die Gründer: Dennis Bemman (ehemals studiVZ) und Dr. Guido Georg Rudolf Sandler (Banking Urgestein e*trade, Berliner Effektenbank, etc.) 

Bemann, Selfmade Mann verkaufte 2007, mit seinem Partner, seine Firma studiVZ für 85 Mio. Euro. Er wechselte 2015 vom Vorstand in den Aufsichtsrat. 


Dr. Guido Sandler, seines Zeichens Sohn von eben jenem Dr. Dr. Guido Sandler aus Bielefeld, der Langezeit Chef des Dr. Oetker Konzerns war, hat bereits vielfältige Erfahrungen im Finanzbusiness. Bei der Berliner Effektenbank versuchte er 1999 zusammen mit der amerikanischen E-Trade Group Inc. den deutschen Markt für Direktbanking aufzurollen. 

Im Jahre 2014 besaß Bergfürst sogar eine Banklizenz der Bafin.

„Die Bank-Lizenz ist für Bergfürst ein ganz entscheidender Schritt in die Zukunft des modernen Investments", " Regulierte Wertpapieremissionen und strenge Corporate Governance Strukturen sollen den Investoren dabei Sicherheit und Zuverlässigkeit bieten, "wie sie es von einer Bank gewohnt sind“

Dr. Guido Sandler im Interview mit dem Tagesspiegel 2014

Quelle: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/bergfurst-ist-jetzt-eine-bank-5168047.html

2015 war es dann bereits wieder vorbei mit der Banklizenz.

Crowdinvesting, Immobilien und „Neo-Investing“: Bergfürst hat schon viel probiert – der Erfolg lässt auf sich warten. Nun gibt die Firma ihre Banklizenz zurück.

Quelle: https://www.businessinsider.de/gruenderszene/allgemein/bergfuerst-bafin-banklizenz-aufgabe/

Ob man sich da bereits bewusst war, was es heißt eine Bank zu sein? Hohe Regulierungsanforderungen und hohe Kosten führten dann wohl zur Rückgabe der Banklizenz. 
Bergfürst hatte sich ab dem Zeitpunkt entschieden, in einem eher unreguliertem Markt zu agieren. 

Bereits seit 2013 war die Berliner Volksbank, über ihre Tochter Berliner Volksbank Ventures Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH an Bergfürst beteiligt. 

Die Geschäfte mit „Immobilienbeteiligungen liefen gut. So gut, dass 2019 die Commerzbank über ihre Tochter Commerz Real AG bei Bergfürst einstieg. 

 

Wer macht was?

Die Probleme fangen an, wenn die Auszahlungen ausbleiben. Und dabei ist weder die Plattform Bergfürst AG, noch der vermeintliche Treuhänder THV 1 eine wirkliche Hilfe. 

Die Bergfürst AG dient als Plattform, so, als wenn sie bei Lieferando eine Pizza bestellen, oder Schuhe bei Amazon. 

Wobei der Name Plattform etwas irreführend ist. Eine Plattform zeichnet sich ja gerade durch die Vielfältigkeit von Interaktionen aus. Bei der Bergfürst AG kaufen Anleger immer Darlehensanteile von der Bergfürst Service GmbH (THV1 GmbH). Also ein Anbieter - viele Anleger. Das ist in etwas so, als wenn Amazon zwar alle verschiedenen Modelle von Nike, aber eben nur Nike-Schuhe verkaufen würde. 

 

Die THV1 GmbH, ehemals Bergfürst Service GmbH, dient als Darlehnsvermittler und Treuhänder der Anleger. Dieser Treuhänder wird aber von der Bank und/ oder dem Emittenten bestellt und gehört so zum Konglomerat von Dr. Guido Sandler. 

Soviel zum Thema Unabhängigkeit des Treuhänders im Sinne der Anleger. 

Die FH 1 Berlin GmbH & Co. KG tritt bei nicht nachrangigen und/ oder nicht besicherten Darlehn als Emissionär auf. 

Die Guido Sandler Verwaltungs GmbH hält Anteile an der Bergfürst AG und vergibt derweil auch mal Darlehn an Emittenten, die dann von Anlegern zurückgekauft werden können.

Dann gibt es noch die sog. Fronting- Banken, die Darlehen verkaufen, hier zum Beispiel die Raisin Bank

Hier einmal eine bildliche Darstellung des ganzen Konstrukts zum besseren Verständnis:

 

 

Meine Fragen hierzu:

  1. Warum verkauft eine Bank das Darlehen, was sie selbst gewährt hat und steht dann immer noch im Grundbuch an erster Stelle?

     
  2. Warum sieht es so aus, als ob der Emittent so gar nicht am ganzen Prozess beteiligt ist? Er zahlt mir, als Anleger, doch Zinsen und letztendlich auch mein Darlehen zurück? 

     
  3. Warum habe ich mein Geld an die Bergfürst Service GmbH gezahlt, wenn doch das Geld dem Emittenten zukommen soll? 

 

Verwunderlich ist auch, dass ich in den ganzen Jahren als Anleger bei Bergfürst nie etwas von der Firma CROWDRIGHT Rechtsanwaltsgesellschaft mbH gehört habe. Diese soll eigentlich als Mittelverwendungskontrolleuer in den einzelnen Projekten dienen. Ein Mittelverwendungskontrolleur befasst sich mit der Prüfung, ob finanzielle Mittel bestimmungsgemäß eingesetzt werden.

Nun frage ich mich wie, wann und was Crowdright, namens Ing. Prof. Dr. Raoul Kirmes da kontrolliert hat? Der Ing. Prof. Dr. Raoul Kirmes, der auch der hauseigene Anwalt von Bergfürst ist. 

Haben wir hier auch so eine Konstellation wie bei Wirecard und Ernst& Young? Wurde überhaupt kontrolliert? 

Linke Tasche- rechte Tasche?

In Teil 3 befassen wir uns mit dem Thema, was Sie als Bergfürst Anleger alles wissen sollten. 

 

 

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Bellavista 71 in Bildern

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Für alle, die gerne einmal sehen wollen, was mit den ca. 4 Millionen Euro passiert ist. Nicht viel. Ein altes Gebäude und jede Menge Natur pur. Für einen "richtigen" Baubeginn hat es nie gereicht. 

Das Grundstück besteht aus zwei Teilen. Die alte Hausnummer 69 war/ist das Projekt Bellavista Mallorca. Die Hausnummer 71 sollte dann aus der Teilung des Grundstücks hervorgehen. 

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